SC Bregenz – SV Austria Salzburg 5:1 (1:0)

Sunday 29. August 2010 - 12:11 | Info

28.August 2010 – Bodenseestadion 1.600 Zuseher

Alles beim alten da am äußersten Eck Österreichs.

Wunderbar?

Nein, denn das Stadion ist genauso öd wie damals, der Anhang, welcher irgendwem Angst und Schrecken in dieser Liga bereitet hat, stellt das bescheidenste dar, was Vorarlberg zu bieten hat. Zu aller letzt kannst dir als Austria Salzburg wie eh und je eine sportliche Watschn abholen, die nicht einmal unverdient ist.

Freilich gibt es mildere und kompetentere Schiedsrichter, es gibt aber auch Trainer, die taktisch was auf dem Kasten haben und merken, wenn sie einen Spieler weniger zur Verfügung haben und dann darauf reagieren. Freilich kann ein Trainer auch sich selbst besser kontrollieren als gute Tips zu geben, wie Anhänger kontrolliert gehören. Auch die Spieler wurden heute eines besseren belehrt und konnten nie den Eindruck vermitteln, dass hier etwas zu holen ist.

Eben diese Anhänger sind es aber, die das (an diesem Tag) einzige Salz in der Suppe sind. Mit 500 Leuten westwärts zu ziehen und wieder einem Klub das Budget aufzufetten, das ist einmalig und kommt auch zwei Ligen weiter oberhalb nicht allzu oft vor. Schön zu sehen, dass die Spieler das auch schätzen können und wissen, wem sie was schuldig sind. Vom Leistungsvermögen sind es nicht viele, die automatisch davon ausgehen können, dass man ihnen auch weiter oben zujubelt.

Kurioses zum Spielschluss:

Immer öfter kommt es nun vor, dass irgendwelche Personen  - die dem Verein zwar aus irgendeinem Grund – nahe stehen zum Abjubeln an den Zaun kommen und Weisheiten vermitteln wollen. Dass ein Präsident dieses neugewonnene Bad noch liebt und sich präsentiert ist ja noch irgendwie verständlich, aber ansonsten schaut das eher nach freiwilligen Betteln nach (Bier-)becher aus.

Willkommen am Boden der Realität.



SFV-Cup: FC Puch – Austria Salzburg 4:2 (1:2)

Tuesday 24. August 2010 - 21:22 | Info

Regenwaldstadion Puch, 24.08.2010

Rund 400 Wetterfeste versammelten sich in Puch um ohne große Emotion einer Partie beizuwohnen die zumindest eine Mannschaft auch nicht wirklich interessierte. Bestimmende Frage war nicht ob man gegen Puch gewinnen würde sondern ob es nicht eigentlich eine Bestrafung wäre dann unter der Woche in Bramberg oder Wagrain anzutreten.
Das Spielfeld, in manchen Teilen eine Sumpflandschaft, hatte jedenfalls nichts mit dem Ausscheiden der Violetten zu tun. Wührer brachte die Austria recht bald mit einem Doppelpack in Führung, danach erspielte die Austria aber keine zwingende Torchance mehr. Puch gab sich nicht auf uns gewann verdient mit 4:2. Ein Aufbäumen war bei der Austria nie zu erkennen.

Cheftrainer Emich hatte vor dem Spiel verkündet er wolle “den jungen Spielern eine Chance geben”. Das misslang gründlich, spätestens mit der Einwechslung von Co-Trainer Rottensteiner für Winkler war das klar. Jungstürmer Pfeifenberger durfte weiterhin zuschauen.
Abseits von “Konzentration auf die Meisterschaft” und ähnlichen Worthülsen bleibt die Erkenntnis, dass wir uns sinnlose Partien in einem für RLW-Teams wertfreien Wettbewerb sparen.

Austria Salzburg – TSV St. Johann 3:1 (3:1)

Saturday 21. August 2010 - 22:22 | Info

Nicht einmal die eiskalte Dusche des Pongauer Führungstreffers brachte die elf violetten Kicker bei Badetemperaturen aus der Fassung – im Gegenteil: Sie schenkten den St. Johanner gleich doppelt ein und drehten die Partie in weniger als zwanzig Minuten auf 2-1. Vier Minuten vor der zweiten Kabinenparty an diesem Tag tankte sich der überragende Urbanek durch und fixierte den 3-1 Endstand.

Die, die niemals baden gehen werden, präsentierten sich auf der Tribüne einmal mehr in violett und brachten auch unseren catanesischen Besuch in Stimmung. Und die wissen wirklich am besten, wie und wo man baden geht.

Acht Punkten aus vier Spielen machen, wie choreographisch schon vor Jahren indoor präsentiert worden war, einfach “Appetit auf mehr”.

Deswegen: ALLE NACH BREGENZ !! AUSWÄRTSSIEG !!

FC Kufstein – SV Austria Salzburg 0:0

Tuesday 17. August 2010 - 23:02 | Info

Festungsarena, 900 Zuschauer

Der erste Auftritt im heiligen Land Tirol also und was war im Vorfeld nicht alles zu lesen. 400 gewaltbereite Austrianer würden kommen, um brandschatzend, vergewaltigend und mordend durch Kufstein zu ziehen. Hochrisikospiel mit extragrossem (und teuren) Polizeiaufgebot. Sogar ein Nichtantreten bzw. ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stand im Raum.

Aber welch Wunder, Kufstein steht noch und passiert ist natürlich nichts dergleichen. Man ist es ja heutzutage gewohnt, dass die Medien gerne übertreiben, wenn es um den gemeinen Fussballfan geht, doch die Panikmache, die seit Saisonbeginn in Tirol und auch Vorarlberg betrieben wird, stösst in neue Dimensionen vor.
Manch ein Austrianer kann sich wohl ein Lächeln nicht verkneifen, wenn die Vereine jetzt die Rechnung für ihre Hysterie, in Form von horrenden Sicherheitskosten, präsentiert bekommen.

Aber man muss sich auch allen Ernstes fragen, was solche Vereine, die die Panik bekommen, sobald mehr als die üblichen 50 Zuschauer auftauchen, in der 3. höchsten Spielklasse verloren haben. Ganz zu schweigen von den nicht vorhandenen infrastrukturellen Voraussetzungen.
Vielleicht wäre da eine gesamtösterreichische 3. Liga nach deutschem Vorbild gescheiter, wo eine gewisse Professionalität Voraussetzung ist und Vereine wie Vorwärts Steyr, Blau-Weiss Linz, GAK, Wiener Sportklub etc. und eben auch die Austria spielen.
Aber das ist vermutlich Wunschdenken…

Zum Spiel kann man der Austria nur gratulieren. Mit dem Unentschieden muss man zufrieden sein, auch wenn man sicher die eine oder andere gute Möglichkeit zum Siegtreffer hatte. Gerade im Hinblick auf die erste Halbzeit, in der Kufstein doch deutlich stärker war, geht dieses Remis völlig in Ordnung.
Nach 3 Runden ist man somit immer noch ungeschlagen und kann mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Spiele gehen.

ÖFB-Cup: SV Austria Salzburg – SC Austria Lustenau 0:3 (0:3)

Monday 16. August 2010 - 12:12 | Info

14.August 2010 – Phony Call Stadium, 1.100 Zuseher


Damit der Kritik-Teil gleich abgehandelt ist und die Nörgler zufrieden gestellt sind:
* Dass Gästefans bei uns mit dem Ordnerdienst herumstreiten müssen ob die Transparente vor ihrem “Sektor” hängen dürfen oder nicht (Werbebande!) ist beinahe ein Skandal. Gewisse Dinge sollten zumindest bei uns eine Selbstverständlichkeit sein. Wir nehmen uns diese Rechte ja auswärts auch.
* Es gibt einen massiven Zaun um den Pöbel von den VIP-Sitzen fernzuhalten, die Kröten für einen Zaun vor der Kurve sind aber offenbar nicht vorhanden. Noch besser, der Maschendrahtzaun wird auch nicht mehr repariert, es könnte ja sein dass mal was neues kommt. Genial diese Taktik, man baut wohl darauf dass die Kurve den Zaun zum wiederholten Mal selbst neu aufbaut.
* Die Gastro ist immer noch mies. Schnitzelsemmel ohne Gemüse, dafür in der lapprigen Semmel. Testesser Gerhard S. kann ein Lied davon summen.


Einen Bärendienst hatten der Austria jene Medien erwiesen, die der Partie seit Tagen das Ausverkauft-Schild umhängten. Der Besuch blieb mit knapp 1100 dann doch unter den Erwartungen. Das Optische Intro spendierte diesmal die TGS.

Nach der hervorragenden Partie gegen die Marketingabteilung waren die Köpfe der violetten Recken offenbar noch nicht ganz bereit für den Cup. Die richtige Austria mühte sich redlich, konnte aber keine zählbaren Erfolge einfahren. Die falsche Austria ist zwar auch nicht mit großartigen Kickern gesegnet, schaltet aber nach gewonnenen Bällen sehr schnell um. Daraus erzielten die Gsiberger in recht trockenem Stil schnell zwei Tore. Klare Verhältnisse, das dritte Vorarlberger Tor folgte noch vor der Halbzeit. Im zweiten Durchgang kam die Austria ein wenig besser ins Spiel, wirklich torgefährlich war aber nur Lustenau. Es ist dem Maxglaner Rasen zu verdanken dass es beim 0:3 blieb. Bei der Ausführung eines Foulelfmeters rutschte der Vorarlberger Schütze aus, der Ball ging klar über das Gehäuse von Huber.
Die Kurve zeigte eine gute, betrachtet man den Spielverlauf, teilweise sogar sehr gute Leistung.

Das massive Polizeiaufgebot verwunderte nach dem RB-Spiel, das mit viel Hirn und (somit) wenig Beamten abgewickelt worden war, dann doch etwas. Offenbar ist der Haufen 16jähriger Lustenauer (”Lustenauer Jugend”) eine extremistische Vereinigung mit hohem Gewaltpotenzial. Man lernt nie aus, danke Vater Staat. Dem Anhang aus Luschnou dürfte es in Salzburg aber trotzdem durchaus gefallen haben, anders kann man die Gesten aus dem abfahrenden Bus und die 45 Euro Spende für den Stadionfonds wohl nicht deuten.