Tuesday 17. August 2010 - 23:02 | Info
Festungsarena, 900 Zuschauer
Der erste Auftritt im heiligen Land Tirol also und was war im Vorfeld nicht alles zu lesen. 400 gewaltbereite Austrianer würden kommen, um brandschatzend, vergewaltigend und mordend durch Kufstein zu ziehen. Hochrisikospiel mit extragrossem (und teuren) Polizeiaufgebot. Sogar ein Nichtantreten bzw. ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stand im Raum.
Aber welch Wunder, Kufstein steht noch und passiert ist natürlich nichts dergleichen. Man ist es ja heutzutage gewohnt, dass die Medien gerne übertreiben, wenn es um den gemeinen Fussballfan geht, doch die Panikmache, die seit Saisonbeginn in Tirol und auch Vorarlberg betrieben wird, stösst in neue Dimensionen vor.
Manch ein Austrianer kann sich wohl ein Lächeln nicht verkneifen, wenn die Vereine jetzt die Rechnung für ihre Hysterie, in Form von horrenden Sicherheitskosten, präsentiert bekommen.
Aber man muss sich auch allen Ernstes fragen, was solche Vereine, die die Panik bekommen, sobald mehr als die üblichen 50 Zuschauer auftauchen, in der 3. höchsten Spielklasse verloren haben. Ganz zu schweigen von den nicht vorhandenen infrastrukturellen Voraussetzungen.
Vielleicht wäre da eine gesamtösterreichische 3. Liga nach deutschem Vorbild gescheiter, wo eine gewisse Professionalität Voraussetzung ist und Vereine wie Vorwärts Steyr, Blau-Weiss Linz, GAK, Wiener Sportklub etc. und eben auch die Austria spielen.
Aber das ist vermutlich Wunschdenken…
Zum Spiel kann man der Austria nur gratulieren. Mit dem Unentschieden muss man zufrieden sein, auch wenn man sicher die eine oder andere gute Möglichkeit zum Siegtreffer hatte. Gerade im Hinblick auf die erste Halbzeit, in der Kufstein doch deutlich stärker war, geht dieses Remis völlig in Ordnung.
Nach 3 Runden ist man somit immer noch ungeschlagen und kann mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Spiele gehen.
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Monday 16. August 2010 - 12:12 | Info
14.August 2010 – Phony Call Stadium, 1.100 Zuseher
Damit der Kritik-Teil gleich abgehandelt ist und die Nörgler zufrieden gestellt sind:
* Dass Gästefans bei uns mit dem Ordnerdienst herumstreiten müssen ob die Transparente vor ihrem “Sektor” hängen dürfen oder nicht (Werbebande!) ist beinahe ein Skandal. Gewisse Dinge sollten zumindest bei uns eine Selbstverständlichkeit sein. Wir nehmen uns diese Rechte ja auswärts auch.
* Es gibt einen massiven Zaun um den Pöbel von den VIP-Sitzen fernzuhalten, die Kröten für einen Zaun vor der Kurve sind aber offenbar nicht vorhanden. Noch besser, der Maschendrahtzaun wird auch nicht mehr repariert, es könnte ja sein dass mal was neues kommt. Genial diese Taktik, man baut wohl darauf dass die Kurve den Zaun zum wiederholten Mal selbst neu aufbaut.
* Die Gastro ist immer noch mies. Schnitzelsemmel ohne Gemüse, dafür in der lapprigen Semmel. Testesser Gerhard S. kann ein Lied davon summen.
Einen Bärendienst hatten der Austria jene Medien erwiesen, die der Partie seit Tagen das Ausverkauft-Schild umhängten. Der Besuch blieb mit knapp 1100 dann doch unter den Erwartungen. Das Optische Intro spendierte diesmal die TGS.
Nach der hervorragenden Partie gegen die Marketingabteilung waren die Köpfe der violetten Recken offenbar noch nicht ganz bereit für den Cup. Die richtige Austria mühte sich redlich, konnte aber keine zählbaren Erfolge einfahren. Die falsche Austria ist zwar auch nicht mit großartigen Kickern gesegnet, schaltet aber nach gewonnenen Bällen sehr schnell um. Daraus erzielten die Gsiberger in recht trockenem Stil schnell zwei Tore. Klare Verhältnisse, das dritte Vorarlberger Tor folgte noch vor der Halbzeit. Im zweiten Durchgang kam die Austria ein wenig besser ins Spiel, wirklich torgefährlich war aber nur Lustenau. Es ist dem Maxglaner Rasen zu verdanken dass es beim 0:3 blieb. Bei der Ausführung eines Foulelfmeters rutschte der Vorarlberger Schütze aus, der Ball ging klar über das Gehäuse von Huber.
Die Kurve zeigte eine gute, betrachtet man den Spielverlauf, teilweise sogar sehr gute Leistung.
Das massive Polizeiaufgebot verwunderte nach dem RB-Spiel, das mit viel Hirn und (somit) wenig Beamten abgewickelt worden war, dann doch etwas. Offenbar ist der Haufen 16jähriger Lustenauer (”Lustenauer Jugend”) eine extremistische Vereinigung mit hohem Gewaltpotenzial. Man lernt nie aus, danke Vater Staat. Dem Anhang aus Luschnou dürfte es in Salzburg aber trotzdem durchaus gefallen haben, anders kann man die Gesten aus dem abfahrenden Bus und die 45 Euro Spende für den Stadionfonds wohl nicht deuten.
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Sunday 8. August 2010 - 22:46 | Info
7.August 2010 – Sportanlage an der Karolingerstraße, 1.800 Zuseher
Für viele war es fast wie der D-day und freilich von dem Umfeld und so weiter war es kein Spiel wie jedes andere. Dennoch gab es genügend Supporter, die mi den Tatsachen Zweite Mannschaft und Spielort so ihre Probleme mit der vollen Hysterie hatten.
Es war ein Spiel, welches die violette Mannschaft aufgrund Ihres Siegeswillen und der Begeisterung gewann, denn vom Spielstil war schon ein deutlicher Unterschied zu erkennen. Der ehemalige FC Salzburg Scout und mittlerweile Urviolette Trainer fiel wenig durch taktische Eingriffe auf als durch Beschimpfungen, die nicht einmal das Publikum an diesem Tag zustande brachte.
Apropos Anhang, es war lauter denn je in den letzten drei Jahren und die Stimmung war zwar nicht vielfältig aber sehr imposant von Dauer und Stärke. Mit der Tatsache, dass kein Anhang (woher auch) des Vorstadtgegners mit war, verhielt es sich natürlich sehr einseitig, was so einem Schlager natürlich dann doch abgeht.
Der Verein war am Schluss dann auch ganz glücklich, dass er nicht zum nicht vorhandenen Krisenkonzept greifen musste, da alles total ruhig blieb und so keine Strafen anfallen, die der ehemalige Fanverein sich dann von den Leuten zurückholen will, aber das nur als kleiner Schwenk weg von der Kurve, die als einziges vom SV Austria bisher bundesligatauglich ist.
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Monday 2. August 2010 - 8:37 | Info
Während bezüglich Anhängerschaft alles in Frage gestellt wird, was nicht bei zwei einen Hofknicks oder einen Salto vor Ehrfurcht schlägt, wird bei Sponsoren nicht so genau geschaut.
Der aktuelle große Sponsor, der nicht nur das Trikot verschandelt – das aber in erster Linie als nächster Fleck neben der Hose – sondern auch das Namensrecht erworben hat, besticht nun nicht gerade durch korrekten Auftritt in der Öffentlichkeit (Vergleiche die Ansprüche des Vorstandes an die Anhänger) und das nicht nur in diversen Pressemeldungen in Österreich, sondern auch über die Grenzen hinaus (http://www.sf.tv/sendungen/kassensturz/meinung/forum/forum.php?forumid=2313). Wäre eben alles nur halb so tragisch, wenn nicht das Saubermannimage vom Verein so prolongiert wird.
Als nächstes schlagen wir vielleicht eine Waffenfirma, Atomkraftwerkbetreiber oder Lebensmittelspekulanten als Sponsor vor.
Wir sind schon gespannt, ob sich Mieterschutz und Konsumentenschutz konträr zu einander verhalten.
Hoch die Fahnen.
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Sunday 1. August 2010 - 12:06 | Info
31.Juli 2010 – Schnabelholz 876 Zuseher
Austrianer aus fünf vollbesetzten Bussen, dutzenden Autos und einigen Zugabteilen präsentierten sich im Auswärtssektor des Schnabelholz-Stadions zu Altach. Die 400 Violas im Fanblock drückten den 92 Spielminuten auf dem grünen Rasen gekonnt einen violetten Stempel aus Leidenschaft, Stimmung und Fanatismus auf.
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